Frankreich Und Das Ende Des Kalten Krieges

Frankreich und das Ende des Kalten Krieges PDF
Author: Frederike Schotters
Publisher: Walter de Gruyter GmbH & Co KG
ISBN: 3110597411
Size: 74.92 MB
Format: PDF
Category : History
Languages : de
Pages : 474
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Das Bild der französischen Präsidentschaft zwischen „Zweitem Kalten Krieg“ und deutscher Wiedervereinigung ist in der Forschung bislang von großer Ambivalenz geprägt. Die Studie erforscht erstmals die politischen Handlungsstrategien von François Mitterrand und seiner außenpolitischen Regierungsmannschaft zwischen „Zweitem Kalten Krieg“ und deutscher Wiedervereinigung. Mit dem Ende der Entspannung zwischen Ost und West, Blockierungen in der europapolitischen Zusammenarbeit und transatlantischen Konflikten wurde der Übergang von den 70er zu den 80er Jahren von Zeitgenossen als umfassende Krise empfunden. Zudem trat François Mitterrand das Amt des französischen Präsidenten in der Erwartung eines gewaltigen politischen Umbruchs an: Er ging davon aus, dass die Sowjetunion auf mittelfristige Sicht zu geschwächt sein würde, um die Dominanz über ihr Imperium aufrecht zu erhalten. In den 1980er Jahren entwickelte die équipe Mitterrand Ideen und Konzepte zu einer umfassenden Neustrukturierung der internationalen Staatenwelt. Erstmals werden in der Studie systematisch emotionshistorische Ansätze genutzt, um politische Handlungsstrategien zu erforschen. Auf diese Weise gelingt es aufzuzeigen, mit welchen Strategien Akteure der internationalen Beziehungen Auswege aus Konfrontationen eröffnen. Anhand der neuen empirischen Erkenntnisse zur französischen Außen- und Sicherheits- und Europapolitik wird durch die Weiterentwicklung methodischer Instrumentarien dargelegt, wie sich Emotionen im Kontext internationaler Beziehungen erforschen lassen.

Merkmale Der Stellvertreterkonflikte Des Kalten Krieges

Merkmale der Stellvertreterkonflikte des Kalten Krieges PDF
Author: Robert Kneschke
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3638779262
Size: 73.48 MB
Format: PDF, ePub
Category :
Languages : de
Pages : 36
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 2, Freie Universitat Berlin (Otto-Suhr-Institut fur Politikwissenschaft), Veranstaltung: Stellvertreterkriege: Typologie und Wirkung, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Was haben die Vietnamkriege, der Angola- und der Nicaraguakrieg gemeinsam? Diese Kriege sind Beispiele fur sogenannte Stellvertreterkriege, Kriege, bei denen "interessierte Dritte" im Ausland Kriegsparteien im Konfliktland unterstutzen. Im Gegensatz zu "normalen" oder Koalitionskriegen geschieht diese Unterstutzung aus unterschiedlichen Grunden heimlich. Vor allem wahrend des Kalten Krieges von 1945 bis 1989 bedienten sich die beiden Grossmachte USA und Sowjetunion oft dieses Mittels. In dieser Arbeit wird versucht, gemeinsame Merkmale und Ursachen der Konflikte zu finden. Auch wenn bei fast keinem dieser Stellvertreterkriege der Kalte Krieg die Ursache ist, so ist er doch bei fast jedem in der Lage, den Krieg zu verlangern, zu verkurzen, zu verscharfen oder zu beschwichtigen; meistens jedoch zu verlangern. Das soll auch die These dieser Arbeit sein. Zuerst werden die Gedankenlage der beiden Grossmachte und ihre Interessen wahrend des Kalten Krieges verdeutlicht, um danach ausfuhrlicher auf den "Stellvertreterkrieg" als politisches und militarisches Instrument einzugehen. Anschliessend werden anhand ausgewahlter Beispiele Stellvertreterkonflikte und der Einfluss der Grossmachte auf sie skizziert. Abschliessend werden die Wirkung und der Erfolg der Stellvertreterkriege betrachtet."

Emotionen Und Internationale Beziehungen Im Kalten Krieg

Emotionen und internationale Beziehungen im Kalten Krieg PDF
Author: Hélène Miard-Delacroix
Publisher: Walter de Gruyter GmbH & Co KG
ISBN: 3110680521
Size: 44.66 MB
Format: PDF, ePub, Docs
Category : History
Languages : de
Pages : 446
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Die Erforschung von Emotionen, „emotional regimes" und „emotional communities" hat in den vergangenen Jahren große Aufmerksamkeit erfahren. Zugrunde liegt unter anderem die Einsicht, dass Rationalität und Gefühlswelt keine starren Gegensätze sind, wie es eine ältere Auffassung lange Zeit glaubte. Vielmehr fließen Emotionen regelmäßig in die Konstruktion von Bildern des anderen, Wahrnehmungen und Interpretationsmustern ein und stehen in einem komplexen Zusammenhang mit „rational" vermittelten Handlungen. Dies gilt in besonderem Maße für die Geschichte der Internationalen Beziehungen, die dieser Band erstmals systematisch unter einer emotionsgeschichtlichen Perspektive in den Blick nimmt. Mit ihr untersuchen renommierte Historikerinnen und Historiker zentrale Phasen und Schauplätze des Kalten Krieges. Damit eröffnet der Band einen wichtigen Dialog zwischen unterschiedlichen methodischen Traditionen der Geschichtswissenschaft.

Ungarnaufstand Suezkrise

Ungarnaufstand   Suezkrise PDF
Author: Anita Geret
Publisher: BoD – Books on Demand
ISBN: 3752674652
Size: 79.12 MB
Format: PDF, ePub, Docs
Category : History
Languages : de
Pages : 37
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Das Jahr 1956 ging international als Krisenjahr in die Geschichte ein, denn Ende Oktober/Anfang November ereignete sich die sogenannte Doppelkrise: Einerseits kam es in Ungarn zu einem blutigen Aufstand gegen das sowjetische Regime und andererseits ereignete sich in Ägypten die Suezkrise, eine militärische Auseinandersetzung zwischen England, Frankreich, Israel und Ägypten. In diesem Buch werden beide Ereignisse, die sich aufgrund ihres zeitgleichen Ablaufs gegenseitig beeinflusst haben, sowie ihre Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Kalten Krieges thematisiert.

Die Usa Als Anti Koloniale Supermacht Und Die Franz Sischen Kolonialkriege In Indochina Und Algerien

Die USA als anti koloniale Supermacht und die franz  sischen Kolonialkriege in Indochina und Algerien PDF
Author: Mareike Bibow
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3640204220
Size: 10.49 MB
Format: PDF, Docs
Category :
Languages : de
Pages : 64
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: USA, Note: 1,3, Universitat Leipzig, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Frankreich ist es zuweilen besonders schwer gefallen, sein Kolonialreich nach dem 2. Weltkrieg in die Unabhangigkeit zu entlassen. Dies verdeutlichen vor allem die beiden kostspieligen und langjahrigen Kriege in Indochina (1946-1954) und Algerien (1954-1962), die hier im Mittelpunkt stehen werden. Das soll jedoch nicht zu dem Eindruck fuhren, Frankreich habe immer mit aller Macht versucht, ihre Kolonien zu halten - tatsachlich verliefen die Dekolonisationsprozesse sehr unterschiedlich und in Teilen auch relativ friedlich," so in Tunesien und den Kolonien der Sub-Sahara. Es soll hier jedoch nicht Aufgabe sein, uber die franzosische Dekolonisation, weder im Allgemeinen noch im Speziellen, zu urteilen. Vielmehr werfen die beiden Kriege eine ganz andere Frage auf: die nach der independance" Frankreichs zu Zeiten des Kalten Krieges. Diese wird grundsatzlich eher angezweifelt, mit Verweis auf das Erstarken der USA und UdSSR zu Supermachten, das Entstehen einer bipolaren Welt und die damit notwendige Westbindung der ehemaligen Kolonialmachte, unter ihnen die beiden Grossen," Grossbritannien und Frankreich. Tatsachlich hat Grossbritannien in Dekolonisationsfragen verstarkt auf Diplomatie gesetzt und die Zustimmung der USA gesucht, mit Verweis auf die eigene wirtschaftliche Abhangigkeit. Dies wird am Beispiel Palastina deutlich: Der damalige Aussenminister Bevin hat nach dem 2. Weltkrieg ein anglo-amerikanisches Komitee zur Palastinafrage berufen, in der Hoffnung, dies wurde einen Konsens zwischen den USA und Grossbritannien schaffen, der von ihm als notwendig fur die finanzielle Restauration Grossbritanniens betrachtet wurde. Nun waren die okonomischen Unterstutzungen im Rahmen des Marshall-Plans sowohl fur Grossbritannien als auch fur Frankreich von grosser Bedeutung, das Verhaltn

Die Rolle Der Vereinten Nationen Beim 2 Und 3 Golfkrieg

Die Rolle der Vereinten Nationen beim 2  und 3  Golfkrieg PDF
Author: Andreas Feld
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 363828963X
Size: 44.33 MB
Format: PDF, Docs
Category : Political Science
Languages : de
Pages : 29
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Vordiplomarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Int. Organisationen u. Verbände, Note: 2,0, Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Vereinten Nationen, 1945 von den alliierten Kriegsparteien im Zweiten Weltkrieg geschaffen, sollten durch ein System der kollektiven Sicherheit die Welt nach dem Zweiten Weltkrieg sicherer für alle Menschen machen1. Die Vereinten Nationen spiegeln die Erfahrungen vor dem Zweiten Weltkrieg mit der Handlungsunfähigkeit des Völkerbundes gegen die Achsenmächte wieder2. Dies sollte erreicht werden durch eine Einbindung der Mitglieder in rechtliche Normen wie dem Gewaltverbot und der Ächtung der Androhung von Gewalt, bei gleichzeitiger prinzipieller Möglichkeit zur Reaktion auf Kriege durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Das durch den gemeinsamen Feind bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zusammengehaltene Bündnis zwischen Amerika und Großbritannien auf der einen Seite und der Sowjetunion auf der anderen Seite brach nach dem Sieg auseinander. Im Kalten Krieges blockierten sich die Supermächte im Sicherheitsrat gegenseitig. Die Vereinten Nationen waren dadurch nicht ihrer Aufgabe entsprechend handlungsfähig3. Das Ende des Kalten Krieges wurde als der Wendepunkt der Vereinten Nationen gefeiert4. Beim unmittelbar nach dem Ende des Kalten Krieges ausgebrochenen Konflikt zwischen dem Irak und Kuwait 1990/91, erwiesen sich die Vereinten Nationen erstmals handlungsfähig5. Auch beim dritten Golfkrieg im Jahr 2003 spielten die Vereinten Nationen, bzw. der Sicherheitsrat eine zentrale Rolle. Anders als 1990/91 verabschiedeten die Vereinten Nationen keine von einem Konsens der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates getragene Resolution, die den Krieg legitimierte6. Es stellt sich folgende Frage: [...] 1 Vgl. Arend, Anthony Clark/ Beck, Robert J.: International Law and the use of Force, London/ New York 1993, S. 33 2 Vgl. Schlüter, Hilmar Werner: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, Bonn 1977,S. 10 3 Vgl. Hiscocks, Richard: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Wachstum und Wirkung, Stuttgart 1975, S. 320 4 Vgl. Massarrat, Mohssen: Der Golfkrieg: Historische, politische, ökonomische und kulturelle Hintergründe, in: Stein, Georg (Hrsg.): Nachgedanken zum Golfkrieg, Heidelberg 1991, S. 22- 57, hier: S. 24 5 Vgl. Hubel, Helmut: Der Golfkrieg als internationaler Konflikt, in: Pawelka, Peter/ Pfaff, Isabella/ Wehling, Hans- Georg: Die Golfregion in der Weltpolitik, Stuttgart/ Berlin/ Köln 1991, S.144- 156, hier: S. 144

Der Deutsch Franz Sische Krieg 1870 71

Der Deutsch Franz  sische Krieg 1870 71 PDF
Author: Dieter Schwarzkopf
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3656281319
Size: 39.91 MB
Format: PDF, Kindle
Category : History
Languages : de
Pages : 26
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 1,3, Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg) (Institut für Geschichte und Ihre Didaktik ), Veranstaltung: Vergleichende Geschichte des modernen Krieges , Sprache: Deutsch, Abstract: Der deutsch-französische Krieg von 1870/71 stellt in der deutschen Historie ein einschneidendes Ereignis dar, das sowohl auf kurze wie auch auf lange Sicht weitreichende Folgen, für Deutschland und Europa, hatte. Denn durch den Krieg wurden die kontinentalen Verhältnisse neu geordnet. Der britische Staatsmann Benjamin Disraeli äußerte sich zu diesem Umstand, indem er am 9. Februar 1871 im Unterhaus erklärte: „Dieser Krieg bedeutet die deutsche Revolution, ein größeres politisches Ereignis als die französische Revolution des vergangenen Jahrhunderts. Das Gleichgewicht der Macht ist völlig zerstört.“ Zu den neu eingetretenen Verhältnissen zählten vor allem, neben der Ablösung Frankreichs als führende Nation, die Gründung des Deutschen Reiches, das Ende des Kaisertums in Frankreich und die Ausrufung der dritten Republik. Es entstand aber auch ein tiefer Bruch zwischen Deutschland und Frankreich, der erst in den vergangenen Jahrzehnten aus den Erinnerungen der beiden Völker zunehmend verblasste. Geprägt wurde diese nationale Rivalität oftmals durch die Gebietszugehörigkeit Elsass-Lothringens, das nach dem Krieg an Deutschland überging und für lange Zeit ein Konfliktauslöser in Europa bleiben sollte. Die neu gewonnene Führungsrolle in Europa und das damit verbundene Machtgefühl Deutschlands, welches aus dem Sieg über Frankreich resultierte, hat auch einen wesentlichen Beitrag für den Auslöser der beiden folgenden Weltkriege beigetragen. Die Fehleinschätzung der eigenen Stärke veranlasste Deutschland, sowohl im 1. Weltkrieg als auch im 2. Weltkrieg einen Krieg gegen alle europäischen Großmächte zu führen. Die Ausbrüche der beiden Weltkriege und die Folgen wurden somit immer auch durch die Folgen des deutsch-französischen Krieges geprägt. Die durch den Sieg über Frankreich errungene Macht und Stärke des deutschen Kaiserreiches wurde in den folgenden Jahrzehnten stets überschätzt und kann im Nachhinein auch als Größenwahn Deutschlands bezeichnet werden. Obwohl die Folgen des deutsch-französischen Krieges weitreichender waren als die vieler anderer Kriege des 19. und 20. Jahrhunderts, ist die Erinnerung an diesen Krieg in den Hintergrund gerückt. Die beiden Weltkriege und die Auseinandersetzungen des Kalten Krieges ließen die Erinnerungen an den deutsch-französischen Krieg gänzlich verblassen. Im Vorfeld des 1. Weltkrieges nahm der und machtpolitischen Interesse Frankreichs und anderer Länder.

Das Ende Einer Ausnahme

Das Ende einer Ausnahme PDF
Author: Angelika Praus
Publisher: Tectum Wissenschaftsverlag
ISBN: 3828858287
Size: 73.20 MB
Format: PDF, ePub
Category : Political Science
Languages : de
Pages : 556
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Warum reiste der französische Staatspräsident François Mitterrand im Dezember 1989 in die dem Untergang geweihte DDR? Warum schlug er Helmut Kohls Einladung aus, gemeinsam mit ihm durch das Brandenburger Tor zu schreiten? Warum ließ ausgerechnet Mitterrand, der 1984 mit Helmut Kohl Hand in Hand an den Gräbern von Verdun gestanden hatte, Unterstützung für die Einheit der Deutschen vermissen und forcierte gleichzeitig die Einführung des Euro? Frankreichs Verhalten während des deutschen Einigungsprozesses und der europäischen Umbrüche wirft bis heute Fragen auf. Angelika Praus bietet eine neue Deutung vom Verhalten Mitterrands während dieser Zeit. Sie zeigt, wie sich der Präsident an ein Konstrukt klammerte, das in den Achtzigerjahren brüchig geworden war und in der Zeitenwende 1989/90 jede Grundlage verloren hatte - die "exception française". Sie macht deutlich, wie das überkommene französische Selbstverständnis bis heute nachwirkt und warum Frankreich noch immer Schwierigkeiten mit Europäisierung und Globalisierung hat.

Aspekte Kultureller Amerikanisierung In Deutschland Und Frankreich Nach 1945

Aspekte kultureller Amerikanisierung in Deutschland und Frankreich nach 1945 PDF
Author: Silke Breithaupt
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3640533836
Size: 31.49 MB
Format: PDF, Kindle
Category : History
Languages : de
Pages : 32
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Europa, Note: 1,3, Universität Leipzig (Institut für Kulturwissenschaften), Veranstaltung: Vergleichende Studien zur Kultur- und Gesellschaftsgeschichte Europas (18.-20. Jh.), Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit geht es im Sinne des Kulturtransfers um die kulturelle Amerikanisierung in Deutschland und Frankreich nach 1945. Zunächst wird zu klären sein, was man unter dem Begriff „Amerikanisierung“ verstehen kann und warum an dieser Stelle das Attribut „kulturelle“ hinzugefügt wurde. Unter Rückgriff auf den Transferbegriff werden in vergleichender Weise verschiedene Akteure und Orte einer möglichen Amerikanisierung zu analogen Zeiten betrachtet. Der angestrebte Vergleich ist unmittelbar um die ersten Nachkriegsjahrzehnte angesetzt. Die Ausführungen bleiben auf die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts beschränkt, Phänomene aus der jüngeren Geschichte finden allenfalls am Rande Beachtung. Methodisch gliedert sich die Hausarbeit in zwei größere aufeinander folgende Hauptabschnitte. Jeder dieser Abschnitte ist einem der beiden Länder - Deutschland und Frankreich – gewidmet und beginnt mit einem kurzen Abriss zur Ausgangssituation nach 1945. Daran schließen sich jeweils verschiedene kulturelle Transferprozesse, die anhand von zwei Beispielen konkretisiert werden. Schließlich folgt ein Vergleich der Amerikanisierung in beiden Ländern, bevor die Arbeit ihren Abschluss in einem zusammenfassenden Fazit findet. Auf dem Weg zu einem solchen Resümee werden zudem folgende Thesen zu bestätigen bzw. zu widerlegen sein: 1. Das Verhältnis der Franzosen als auch der Deutschen gegenüber den USA ist ambivalent: Einerseits üben sie harsche Kritik an den sozialen, politischen und ökonomischen Zuständen (Konsumstreben, Kommerzialisierung, Rassismus, globale Dominanz...), andererseits werden amerikanische Kultur-/Konsumgüter und Praktiken partiell akzeptiert und in den eigenen kulturellen Kontext aufgenommen. 2. Die kulturelle Amerikanisierung in Frankreich ist, vergleichbar mit der in Deutschland, eine „Amerikanisierung von unten“ . Das französische Volk, vor allem die junge Generation, stehen den amerikanischen Gütern, Ideen und Praktiken aufgeschlossen gegenüber, während die französische Elite bestehend aus Medien, Intellektuellen und der politischen Linken solche als eine Bedrohung der Eigenkultur empfinden und ablehnen. 3. Die kulturelle Amerikanisierung in Frankreich verlief im Vergleich zu Deutschland verlangsamt und weniger unmittelbar, weil die USA als Besatzungsmacht im Nachkriegsdeutschland, ungleich Frankreich, konkrete macht-, sicherheits- und kulturpolitische Interessen sowie direkten Einfluss hatte.

Die Neue Nato Der Wandel Der Allianz

Die neue NATO   Der Wandel der Allianz PDF
Author: Lars Pamler
Publisher: diplom.de
ISBN: 3956360486
Size: 31.57 MB
Format: PDF, Mobi
Category : Political Science
Languages : de
Pages : 91
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Inhaltsangabe:Problemstellung: Das Ende des Kalten Krieges und die damit verbundene tief greifende Veränderung der Sicherheitslage hatte auch auf das bis dato als prägendes Element der Weltpolitik fungierende Verteidigungsbündnis NATO tief greifende Auswirkungen. Die Auflösung des Warschauer Paktes brachte den Wegfall des einstigen Feindes mit sich und ließ die Frage nach der Zukunft des kollektiven Verteidigungsbündnisses NATO aufkommen. Was sollte aus ihr werden? Sollte sie fortbestehen oder, wie Kritiker forderten, sich auflösen, da ihre Existenzberechtigung nun weggefallen war? Im Falle des Fortbestehens waren viele Fragen zu beantworten, etwa nach der eigenen Legitimation, der Anpassung des Bündnisses an die neue Situation und etwa der Frage nach ihrer Neuorganisation. Wie so oft brachte aber auch die rasche und dramatische Veränderung der weltpolitischen Lage mit ihren vielen Konflikten nach dem Kalten Krieg die NATO schnell unter Zugzwang aber auch die Möglichkeit, sich aufgrund neuer Konfliktpotentiale neu zu definieren und zu beweisen. In meiner Arbeit mit dem Titel Die neue NATO - Der Wandel der Allianz werden diese und noch weitere Fragen behandelt und diskutiert. Es sollen die aktuellen, soweit es im Rahmen der Bearbeitung an Aktualität möglich war, Problemfelder der Entwicklung der NATO thematisiert werden. Zudem wird ein Ausblick auf mögliche Entwicklungen gegeben, wobei selbstverständlich anzumerken ist, dass dieser Punkt spekulativ gehalten werden musste. Gang der Untersuchung: Der Leser soll zunächst in die Thematik NATO eingeführt werden und anhand eines Überblicks über die Organisationsstruktur und die Entwicklung der NATO seit ihrem Bestehen bis hin zum Ende des Kalten Krieges in die Zusammenhänge der Thematik eingeführt werden. Dabei soll der historische Teil, der der Organisationsstruktur folgt, nicht bloß die Historie aufzeigen, sondern anhand ausgewählter Krisen und Zerreißproben des Bündnisses dessen Anpassungsfähigkeit darstellen. Auch dienen diese Kapitel dem Verständnis des darauf folgenden Hauptteils. Dieser beschäftigt sich mit Fragen wie der Entwicklung der NATO nach dem Ende des Kalten Krieges, der Rechtfertigung des Fortbestands des Bündnisses und den Anpassungsanstrengungen des Bündnisses an die neuen weltpolitischen Rahmenbedingungen und wodurch diese beeinflusst worden sind. Dabei soll der Fokus auf wichtigen Ereignissen wie dem Kosovo-Krieg, dem 11. September, dem Irakkrieg, den Osterweiterungsrunden [...]

Der Zwei Plus Vier Vertrag Ende Oder Wende Im Kalten Krieg

Der Zwei plus Vier Vertrag  Ende oder Wende im Kalten Krieg  PDF
Author: Thomas Weber
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3668041636
Size: 67.39 MB
Format: PDF, ePub
Category : History
Languages : de
Pages : 69
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Masterarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Europa ab kaltem Krieg, Note: 2,0, Universität Trier (Fachbereich III), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Masterarbeit beschäftigt sich mit den Rollen Deutschlands, der EU und der NATO im Kalten Krieg. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Zwei-Plus-Vier-Gesprächen und dem daraus resultierenden Zwei-Plus-Vier-Vertrag sowie der Osterweiterungen von EU und NATO ab 1990, die auch die Interessen Russlands berühren. Um die Beweggründe hinter der Haltung Russlands gegenüber den innenpolitischen Vorgängen in der Ukraine zu begreifen werden verschiedene Theorien diskutiert, wie beispielsweise nicht verhandelte Probleme nach Ende des Kalten Kriegs oder dem jüngsten Vorwurf Michail Gorbatschows, der Westen habe sich bei dessen Ostpolitik nach der Wende nicht an Absprachen, die im Zuge der deutschen Wiedervereinigung und des Auflösungsprozesses des Ostblocks getroffen wurden, gehalten. Die Ausdehnung des nordatlantischen Verteidigungsbündnisses, welches auch nach dem Untergang der Sowjetunion und der Auflösung des Warschauer Pakts Bestand hatte, sowie die Erweiterung der Europäischen Union hätten mit einem Beitritt der Ukraine zum ersten Mal seit Eingliederung der baltischen Staaten in die westlichen Organisationen die Grenzen Russlands erreicht. Es scheint nachvollziehbar, dass der russische Präsident Putin durch die offensive und revisionistische Politik gegenüber dem Westen lediglich versucht, die in der Vergangenheit gemachten Versäumnisse auszugleichen und die Interessen seines Landes auf diese Weise bestmöglich zu wahren. In diesem Zusammenhang kommen die Fragen auf, ob das Ende des Ost-West-Konflikts in den 90ern als Startschuss eines neuen Kalten Krieges bezeichnet werden kann oder ob dieser überhaupt jemals beendet war und aus welcher Dynamik überhaupt erst eine Zuspitzung auf die Osterweiterungen der NATO und der EU möglich wurde. Diese Arbeit versucht aufzuzeigen, dass die Institutionen und Mechanismen, die zur Sicherung amerikanischer Hegemonie in den späten 40er und frühen 50er Jahren in Europa installiert wurden, im Zuge der Zwei-plus-Vier-Gespräche erneut zur Sicherung der von den USA propagierten „Neuen Weltordnung“ reaktiviert wurden, damit der amerikanische Einfluss in Europa ausgeweitet und zementiert werden konnte. Die Erweiterung der entsprechenden Institutionen entwickelte dann letztendlich eine Eigendynamik, die spätestens mit der Ausweitung der EU bis an die ukrainisch-russische Grenze einen für die Russische Föderation nicht hinnehmbaren Einschnitt in die eigene Peripherie bedeuten würde.

Julikrise Und Kriegsausbruch 1914

Julikrise und Kriegsausbruch 1914 PDF
Author: Matti Ostrowski
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3640716833
Size: 53.45 MB
Format: PDF, Docs
Category : History
Languages : de
Pages : 89
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Examensarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 2,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Das 20. Jahrhundert wurde bis in die 1990er Jahre hinein durch große internationale Spannungen und Konflikte geprägt. Im Zuge der großen Krisen und Kriege sind Millionen von Menschenleben geopfert worden und neue Weltanschauungen, Regierungssysteme und Weltmächte sind entstanden und zum Teil wieder verworfen oder vernichtet worden. Zum Ende des Kalten Krieges konnte zwar nicht das „Ende der Geschichte“, aber zumindest das vorläufige Ende der großen internationalen Spannungen und (Welt-)Kriegsgefahr eingeläutet werden. Als Historiker stellt das 20. Jahrhundert aber nicht nur eine wichtige Zäsur des Übergangs der größten Industrienationen in demokratische Strukturen dar, sondern wirft auch immer wieder die Frage auf, welche kausalen Zusammenhänge die ereignisvolle Geschichte des letzten Jahrhunderts ermöglichten. Am Anfang dieser Kausalkette steht der Erste Weltkrieg, weshalb auf dessen Bedeutung nicht deutlich genug hingewiesen werden kann. Will man nämlich Antworten auf die Frage nach den Ursachen beispielsweise des Zweiten Weltkriegs oder dem ihm unmittelbar folgenden Kalten Krieg finden, so sind diese mit Sicherheit in den Ereignissen vor, während oder kurz nach dem großen Krieg von 1914 zu suchen. Nicht umsonst weisen die meisten Historiker auf dessen Bedeutung als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ hin. Doch wie kam es dazu, dass im Jahr 1914 die größten und einflussreichsten Nationen rund um den Globus mit- und gegeneinander einen Krieg führten, in dessen Verlauf mehr als 10 Millionen Menschen ihr Leben ließen? Welche kurzfristigen Ereignisse und langfristigen Entwicklungen führten zu dessen scheinbar unausweichlichen Determination? Eine Antwort auf diese Frage ist ebenso wichtig wie schwierig. Dies liegt vor allem daran, dass bei der Beantwortung die multikausalen Zusammenhänge sowohl langfristiger, als auch unmittelbarer Ursachen dargelegt und verknüpft werden müssen. In dieser Arbeit werden daher sowohl die langfristigen Ursachen (diplomatische Wende, Wettrüsten, Imperialismus und die internationalen Krisen vor 1914), als auch diejenigen Prozesse dargelegt und miteinander in Verbindung gebracht, die erst mit dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger in Sarajevo am 28. Juni 1914 ins Rollen gerieten und am 1. August 1914 in die Katastrophe führten.

Die Algerienkrise

Die Algerienkrise PDF
Author: Christine Köfer
Publisher: Peter Lang Publishing
ISBN: 9783631325483
Size: 58.85 MB
Format: PDF, Kindle
Category : Algeria
Languages : de
Pages : 191
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